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Schulprogramm
Stand: 5.
Aug 2005
Inhalt
1.
Einleitung____________________________________________________________
3
2.
Entstehung des Schulprogramms__________________________________________
3
3.
Allgemeine Angaben____________________________________________________
4
4.
Leitgedanken der Schule________________________________________________
4
5.
Organisation der Schule_________________________________________________
5
5.1.
Gremien____________________________________________________________
5
5.2.
Förderkreis__________________________________________________________
5
5.3.
Räumliche und sächliche Ausstattung_____________________________________
6
5.4.
Außerschulische Lernorte und Öffnung der Schule nach außen_________________
7
5.5.
Schülerschaft_________________________________________________________
8
5.6.
Kollegium___________________________________________________________
9
5.7.
Elternarbeit_________________________________________________________
10
5.8.
Schülervertretung____________________________________________________
11
6.
Lern- und Erziehungsbereiche___________________________________________
12
6.1.
Basale Förderung / Sensorische Integration_______________________________
12
6.2.
Sachunterricht_______________________________________________________
13
6.3.
Kochen und Selbstversorgung__________________________________________
13
6.4.
Musik_____________________________________________________________
15
6.5.
Kunst / Werken_____________________________________________________
15
6.6.
Sport / Schwimmen___________________________________________________
16
6.7.
Kulturtechniken_____________________________________________________
17
6.8.
Praktika___________________________________________________________
19
6.9.
Selbstbehauptungstraining_____________________________________________
19
7.
Unterrichtsplanung und
Dokumentation__________________________________ 19
7.1.
Überprüfung und Feststellung des
sonderpädagogischen Förderbedarfs________ 19
7.2.
Jahresberichte______________________________________________________
20
7.3.
Zeugnisse__________________________________________________________
20
7.4.
Förderpläne________________________________________________________
20
8.
Spezielle Angebote______________________________________________________
20
8.1.
Therapie in der Schule________________________________________________
20
8.2.
Betreuungsangebot__________________________________________________
24
9.
Einzelne Vorhaben____________________________________________________
24
9.1.
Schulhofgestaltung___________________________________________________
24
9.2.
Flurgestaltung_______________________________________________________
26
9.3.
Curriculare Arbeit___________________________________________________
26
Unsere Schule, eine
Schule für Praktisch Bildbare und praktisch bildbare
Körperbehinderte, wird von Schülern und Schülerinnen besucht,
die sonderpädagogische Förderung in vielen Lebensbereichen
benötigen.
Die
Astrid-Lindgren-Schule wird als Ganztagsschule, Schule für
Praktisch Bildbare mit einer Abteilung für Körperbehinderte
[Praktisch Bildbare] geführt.
Die Schule für Praktisch Bildbare hat die Aufgabe, die Lebensführung und -möglichkeiten der
Schüler so zu erweitern, dass ein weitgehend selbstbestimmtes Leben für Menschen mit
einer geistigen Behinderung möglich wird.
Für den Unterricht
in der Schule für Praktisch Bildbare ist die genaue Feststellung
der Lern- und Lebensmöglichkeiten und der Persönlichkeit des
jeweiligen Schülers von allergrößter Bedeutung; dabei können
die Kenntnisse der medizinischen Ursachen und der
Therapieansätze der Behinderung des Schülers als ein
unterstützender Faktor eine wichtige Bedeutung einnehmen.
Die für die
einzelnen Schüler unterschiedlichen Lernziele sind am
gemeinsamen Unterrichts-gegenstand zu erwerben dieser
Unterricht findet sowohl in der Klassengemeinschaft als auch in
Kleingruppen und in Einzelförderung statt.
Zunächst wurde eine
Steuergruppe Schulprogramm gegründet, an der jeweils ein
Mitarbeiter aus den einzelnen Stufen teilnimmt.
In regelmäßigen
Treffen wurde zunächst ein Fragebogen für das Kollegium
entwickelt,
der folgende
Themenbereiche beinhaltete:
1.
Schule
2.
Kollegium
3.
Schüler
4.
Unterricht
5.
Therapie
6.
Lehrer-Eltern-Kontakte
7.
Schule nach außen
Es wurden lediglich
Stichpunkte vorgegeben, zu denen die KollegInnen anonym und frei
ihre Gedanken äußern sollten. Die Steuergruppe wertete die
Fragebögen aus und präsentierte die Ergebnisse in der
Gesamtkonferenz.
Auch an die Eltern
wurde ein Fragebogen heraus gegeben, in dem sie der Schule ihre
Ansichten zur allgemeinen Organisation der Schule, Zusammenarbeit
mit den Mitarbeitern und speziellen Angeboten rückmelden sowie
Wünsche und Ideen mitteilen konnten.
Die SV führte eine
Befragung der SchülerInnen mittels eines Fragebogens durch. Hier
konnten die SchülerInnen Unterricht und Schule bewerten und
eigene Ideen äußern.
Im Rahmen eines
Pädagogischen Tages zum Thema Orientierung in Raum und
Zeit als jahrgangsübergreifendes Projekt tauschte sich das
Kollegium über gemeinsame Leitideen und Ziele aus.
Der Stand des
Schulprogrammes wird regelmäßig und kontinuierlich der
Gesamtkonferenz vorgelegt und hier erörtert.
Aufgaben,
die das Kollegium weiter bearbeiten will, sind in diesem
Schulprogramm durch Rahmen gekennzeichnet.
Einzugsbereich:
Die acht Großgemeinden Amöneburg, Kirchhain, Neustadt,
Rauschenberg, Stadtallendorf; Wohratal; teilweise: Cölbe und
Ebsdorfergrund.
Die
Rahmenrichtlinien verhelfen uns dazu, von einer
fächer- bzw. bereichs-bezogenen zu einer
themenbezogenen Unterrichtsplanung zu finden. Dabei lassen sich
die Lernziele den einzelnen Lernstufen und Lebensbereichen der
jeweiligen SchülerInnen individuell zuordnen.
Der Unterricht ist
so ausgerichtet, dass er möglichst individuell auf die
Bedürfnisse und Fähigkeiten der SchülerInnen eingeht. Die
Vielfalt und Unterschiedlichkeit der uns anvertrauten Schüler
soll respektiert, gewürdigt und erhalten werden. Jeder Schüler
soll im Laufe seiner Schulzeit Fähigkeiten ausbilden, die es ihm
ermöglichen, ein weitestgehend selbstständiges Leben zu
führen. Ausgehend von dem Prinzip Lernen mit Kopf, Herz
und Hand wird ein handlungsorientiertes Lernen mit allen
Sinnen organisiert.
Bei der Planung und
Durchführung des Unterrichtes werden folgende Leitgedanken zu
Grunde gelegt:
-
Berücksichtigung der individuellen Lernvoraussetzungen
-
Wiederholungen als notwendiges Unterrichtsprinzip
-
Orientierung durch klare Strukturen
-
Lernen ermöglichen, das von einer positiven emotionalen
Beziehung geprägt ist
-
Sinnvolle Zusammenhänge zwischen der/dem Schülerin/Schüler und
dem jeweiligen
Thema herstellen
-
Spielen als Lernprozess erkennen
-
Kleinste Erfolge erkennen und anerkennen
-
Vielschichtige Herangehensweisen realisieren
Etwa im 2-Wochen-Rhythmus und nach Bedarf finden Teambesprechungen statt, in denen klasseninterne organisatorische, pädagogische und didaktische Entscheidungen diskutiert werden. Diese regelmäßigen Absprachen sind notwendig um einen Informationsfluss zwischen den Lehrkräften, die nur selten in Doppelbesetzung arbeiten, zu gewährleisten.
Eine Stufenkonferenz
findet in den Stufen, in denen es mehr als eine Lerngruppe gibt,
statt. Hier werden fachspezifische Kooperationen abgesprochen und
geplant, wie z.B. gemeinsamer Musikunterricht der Hauptstufen 1
und 2.
Jeden Donnerstag
findet in der ersten großen Pause eine Organisatorische
Konferenz statt, an der die anwesenden Lehrkräfte und
Erzieher teilnehmen. Diese dient der raschen
Informationsweitergabe, dem Treffen von Absprachen, sowie der
Planung von Festen.
Die Gesamtkonferenz
aller Mitarbeiter der Astrid-Lindgren-Schule findet etwa alle
vier Wochen statt. Schwerpunkte sind die Schulprogrammarbeit,
Abstimmungen und allgemeine Informationen.
Einen hohen
Stellenwert haben die Fallbesprechungen einzelner Schüler, da
die Lehrkräfte vorwiegend in einer Klasse arbeiten und daher die
anderen Schüler nur in Pausensituationen erleben. Hier können
akute Probleme einzelner Schüler erläutert, sowie spezielle
Maßnahmen (z.B. Regelung von Sonderaufsichten) besprochen
werden. Auf diese Weise erhalten alle Mitarbeiter Einsicht in die
Arbeit anderer Gruppen.
Fünf Lehrkräfte
und der Schulleiter der Astrid-Lindgren-Schule nehmen an der
halbjährlich statt findenden Schulkonferenz teil.
Außerdem besteht für zwei Schüler die Möglichkeit an der
Schulkonferenz teil zu nehmen, wobei dies auch von den jeweiligen
Eltern übernommen werden kann. Die Elternbeiräte wählen aus
der Elternschaft drei Vertreter für die Schulkonferenz. Themen
sind hier z.B. die Finanzierung von Klassenfahrten oder die
Vorstellung des Schulprogramms.
Jährlich werden in
den einzelnen Klassen ein Elternbeirat und ein
Vertreter gewählt.
In Ausnahmefällen
kann auch pro Stufe jeweils ein Elternbeirat und ein Vertreter
gewählt werden. Die Elternbeiräte wiederum schlagen einen
Kandidaten für das Amt des Schulelternbeirates vor und wählen
diesen beim Gesamtelternabend.
Der Förderkreis der
Astrid-Lindgren-Schule e.V. wurde von Eltern, Lehrerinnen und
Lehrern und Freunden der Schule gegründet, um als unmittelbar
steuerbegünstigter und gemeinnütziger Verein, der berechtigt
ist Spendenbescheinigungen auszustellen, für die Förderung der
Schulkinder der Astrid-Lindgren-Schule Spenden zu sammeln. Die
Schule bzw. einzelne Klassen können Anträge an den Förderkreis
stellen. Dieser entscheidet nach den Grundsätzen seiner Satzung
und seinen finanziellen Möglichkeiten, ob er dem Antrag
stattgeben kann.
Mit Hilfe des
Förderkreises wurden viele Lerngeräte beschafft und die
Durchführung von Klassenfahrten ermöglicht.
Die Arbeit des
Förderkreises ermöglicht die laufende Verbesserung der
Ausstattung über das Maß hinaus, das vom Schulträger
gewährleistet werden kann.
Der Förderkreis ist
Träger der Anstellung von Pflegekräften, die über BSHG durch
den Fachbereich Familie, Jugend und Soziales des
Landkreises Marburg-Biedenkopf finanziert werden.
An der
Astrid-Lindgren-Schule wird den besonderen Aufgaben im Bereich
des basalen Lernens und der elementaren Versorgung Rechnung
getragen.
Besondere unterrichtliche Fördervorhaben besonders in den Lernbereichen Wahrnehmung, Motorik und Sprache werden durch speziell eingerichtete Differenzierungsräume ermöglicht und unterstützt.
Die
Astrid-Lindgren-Schule wurde in der Zeit von1978 bis 1980 geplant
und gebaut. Sie verfügt über ausreichend Räume für die
derzeit acht Klassen und wird von den KollegInnen als großzügig
und hell aber leider nicht immer rollstuhltauglich beschrieben.
Es
besteht Konsens, dass die Schule in vielen Bereichen renoviert
werden müsste.
Dringlich
und vorrangig sind hier vor allem die Renovierung der
Sanitärräume und der Küche. In diesem Zusammenhang werden auch
bauliche Veränderungen wie die Einrichtung einer unabhängigen
Wirtschaftsküche, der Umbau der vorhandenen Lehrküche (Einbau
eines rollstuhlgerechten Arbeitsbereichs).
Ferner
sind die Wickelräume mittlerweile aufgrund der veränderten
Schülerschaft zu klein hier sind dringend Verbesserungen
der räumlichen Bedingungen nötig, konkrete
Umsetzungsmöglichkeiten wurden noch nicht gefunden.
Darüber
hinaus bedürfen die Decken des Schulgebäudes dringend einer
Renovierung, da an vielen Stellen Wasserflecken vorhanden sind
und sich eventuell an diesen Stellen auch Schimmel gebildet hat.
Es
besteht der Wunsch, dass Balken eingezogen werden, um Schaukeln
in den Klassenräumen aufhängen zu können.
Die Ausstattungs- und Materialsituation der Schule wird von den KollegInnen sehr unterschiedlich beurteilt. In diesem Schuljahr konnten einzelne Lerngruppen nach eigenen Vorstellungen über Neuanschaffungen bei Materialien entscheiden.
Gelder wurden für
den Kauf von Multimediageräten, für die Anschaffung von
diagnostischem Testmaterial für eine "Testothek" und
für neues Mobiliar einer Lerngruppe bewilligt.
Die Schule verfügt
über drei Pörnbacher Lagerungen (Tisch und Stuhl).
In der
Gesamtkonferenz werden gemeinsame Entscheidungen bezüglich des
Materialeinkaufs getroffen.
Die Ausstattung
mit Computern und Multimediageräten wurde in den letzten
Jahren immer wieder erweitert; es wurden Lernprogramme und ein
Beamer angeschafft. Die Lernprogramme sind auf den Computern der
Werkstufenklassen installiert worden und werden sowohl im
Unterricht als auch in den Pausen von den SchülerInnen der
Werkstufen und auch von einzelnen Hauptstufenschülern gut
genutzt. Ein Laptop kann in Absprache von Mitarbeitern und
Schülern genutzt werden. Der Internetanschluss der Schule ist
über die PCs des Sekretariats nutzbar.
Ein
Ziel der nächsten Zeit wird sein, mehr Lernprogramme für die
SchülerInnen anzuschaffen und den Internetzugang auch außerhalb
des Büros verfügbar zu machen.
Die
Astrid-Lindgren-Schule verfügt über zwei Werkräume, die
von verschiedenen Lerngruppen und auch außerschulisch (VHS)
genutzt werden. Seit dem Schuljahr 2002/03 hat ein Mitarbeiter
die Zuständigkeit für die Räume übernommen.
Die Räume wurden
aufgeräumt und die Materialien und Werkzeuge gesichtet und
sortiert.
An
der Verbesserung und Instandhaltung der Ausstattung sollten alle
Mitarbeiter, die diese Räume nutzen, mitwirken. Vor allem
sollten elektrische Maschinen (z.B. Bohrmaschinen) angeschafft
werden, die auch für die Hand der Schüler geeignet sind.
Zur Lagerung von
Materialien verfügt die Schule über zwei Abstellräume
mit Schränken, jedoch fehlen weitere Abstellmöglichkeiten für
Möbel und Materialien.
Zur Zeit sind nur
zwei Klassen mit höhenverstellbaren Sitzmöbeln versorgt.
Im
Schuljahr 2004/2005 ist die Anschaffung höhenverstellbarer und
altersgemäßer Sitzmöbel für zwei weitere Klassen geplant.
Im Pausenbereich
innerhalb der Schule gibt es für die Schüler Holzbänke und ein
Sofa als Sitzmöglichkeiten. Als Beschäftigungs- und
Spielmaterial stehen den Schülern einige Pedalos, ein kleiner
Legotisch, ein Tischfußballgerät und ein an der Wand montiertes
Geräusch-Regenrohr zur Verfügung.
Die Dekoration im
Atrium und in den übrigen Flurbereichen setzt sich aus der
Wandgestaltung (Fotoausstellungen und künstlerische Produkte der
verschiedenen Klassen) und mehreren großen plastischen Figuren
zusammen.
Viele
Mitarbeiter wünschen sich ein gemeinsames
Flurprojekt (z.B. Überdachung des
Atriums), um den Schülern mehr Spiel- und
Beschäftigungsangebote in den Regenpausen machen zu
können.
Für die Förderung im Bereich Musik wurden in den letzten Jahren an der Schule vorhandene Instrumente ergänzt; sie sind teilweise auf verschiedene Klassen verteilt, z.T. befinden sie sich auch im Lehrmittelraum. Die Materialien für die musikalische Früherziehung wurden ergänzt um ein Orffsches Instrumentarium, chromatische Xylophone und Trommeln.
Im vergangenen Schuljahr wurden verschiedene neue Lernmaterialien für die Fächer Deutsch, Mathematik und Sachunterricht angeschafft. Diese Materialien müssen fortlaufend erweitert und ergänzt werden. Im Kopierraum sind seit zwei Jahren Materialien aus dem Privatbesitz einiger KollegInnen ausgelegt, so dass ein wechselseitiger Austausch möglich ist.
Eine Themenliste mit Materialien soll erstellt werden.
Die Astrid-Lindgren-Schule verfügt über umfangreiches Fördermaterial für mehrfachbehinderte Menschen. Dieses Material ist auf verschiedene Klassen verteilt und dient der Förderung im vestibulären, propriozeptiven und taktilen Bereich.
Die Astrid-Lindgren-Schule ist mit einem Luftkissen es ist meist in der Aula aufgebaut und einem Bällchenbad ausgestattet.
Das Bällchenbad sollte mit neuen, einfarbigen Bällen gefüllt werden. Im Bällchenbad werden die Schülerinnen und Schüler mit taktilen, akustischen, sozialen, motorischen und optischen Ansprüchen konfrontiert, die sich ständig vermischen und überlagern. Für viele Schülerinnen und Schüler, die Wahrnehmungsverarbeitungsschwierigkeiten haben, müsste zumindest der optische Reiz reduziert werden.
Ein wichtiges Ziel
der Astrid-Lindgren-Schule ist es, die Schüler für das Leben
außerhalb bzw. nach der Schule vorzubereiten. Um dieses Ziel
erreichen zu können ist es unabdingbar, sich nach außen zu
öffnen und Aktivitäten der Schüler außerhalb des
Schulgeländes zu ermöglichen.
Ein ebenso wichtiger
Aspekt für die Öffnung der Schule und die Begegnung mit
nichtbehinderten Menschen ist der Abbau von Berührungsängsten
und die Förderung der Integration unserer Schüler in der
Gesellschaft.
Es ist uns wichtig,
dass alle Kontakte nach außen durch die Anliegen, Interessen und
Bedürfnisse der Schüler vermittelt und weiter intensiviert
werden.
Außerschulische
Lernorte für unsere Schüler sind:
Ø
Regelmäßige Einkaufsgänge in das Stadtzentrum
(Einzelhandelsgeschäfte, Supermärkte)
Ø
1x wöchentlich Besuch des Hallenbades (Stadtallendorf bzw.
Hephata)
Ø
Spazier- und Erkundungsgänge in die Natur
zum direkten Erleben der Jahreszeiten, des Wetters etc.
Ø
Theater, Kino, Ausstellungen
Ø
Wohnorte der Schüler und Lehrkräfte (Besuche bei Mitschülern
oder Lehrern,
Kennen lernen des häuslichen Umfeldes)
Ø
Themenbezogene Exkursionen (z.B. Post, Feuerwehr, Sparkasse,
Station des Roten Kreuzes)
Ø
Lokale, Restaurants, Kegelbahn
Ø
Bahnhof (in Verbindung mit Zugfahrt)
Ø
Klassenfahrten
Ø
Freizeitparks, Tierparks
Ø
Betriebspraktika in den Werkstätten für Behinderte
(1x jährlich für alle Schüler ab dem vollendeten 16.
Lebensjahr)
Ein besonderes
Anliegen für uns ist, den Kontakt zu Betrieben in der Umgebung
aufzubauen und zu intensivieren, so dass unsere Schüler auch
außerhalb der WfB die Möglichkeit erhalten, eine
Praktikumsstelle zu finden.
Neben den oben
beschriebenen Lernorten pflegen wir Kontakte zu
Frühförderstellen, Kindergärten, Therapeuten und
Vorklassenlehrern, die bereits über wichtige Vorerfahrungen mit
unseren Schülern verfügen und deren Informationen für unseren
Unterricht von Bedeutung sein können.
Auch mit der Schule
für Lernhilfe im Einzugsgebiet gibt es Berührungspunkte, da
einige unserer Schüler zunächst in dieser Schulform
unterrichtet wurden. Es wurden nicht nur die Räumlichkeiten
(z.B. Turnhalle, Bällchenbad) oder die materielle Ausstattung
(z.B. Luftkissen) wechselseitig genutzt, sondern einige Schüler
wurden stundenweise auch in der jeweils anderen Schulform
gefördert.
Ein
Wiederaufnehmen dieser Kooperation und Durchlässigkeit der
beiden Schulformen liegt uns besonders am Herzen.
Leider bestehen kaum
Kontakte zu den örtlichen Regelschulen, so dass diese kaum
Einsichten in unsere Arbeiten haben. Wichtige Kontakte bestehen
zu Universitäten und Fachhochschulen, deren Praktikanten gerne
in der Schule gesehen sind.
Durch verschiedene
Zeitungsbeiträge (z.B. über Unterrichtsprojekte) ist die Schule
gut in der Öffentlichkeit vertreten. Durch regelmäßige
Pressebeiträge und die stets aktualisierte schuleigene Homepage
wird bereits intensiv am Image der Schule gearbeitet.
Zur Zeit sind 8
Gruppen/Klassen eingerichtet, die je 40 Wochenstunden
unterrichtet werden.
Die
Astrid-Lindgren-Schule hat die Stufen:
Grundstufe (2 x)
Mittelstufe (1 x)
Hauptstufe (3 x)
Werkstufe (2 x).
Die
Gruppenzusammensetzungen werden bestimmt durch die
Hauptkriterien:
- Alter
- soziales Gefüge
- Vermeidung von Schwerbehindertengruppen
Die
Abteilungsbildung für Körperbehinderte wird in der Weise
wirksam, dass nicht andere als Praktisch Bildbare SchülerInnen
aufgenommen werden, sondern dass die verbesserte
Schüler-Lehrer-Relation allen SchülerInnen zugute kommt.
In den letzten
Jahren sind jeweils etwa zwei bis drei Neuaufnahmen pro Jahr zu
verzeichnen. Außerdem nimmt die Astrid-Lindgren-Schule immer
wieder SchülerInnen aus den benachbarten Schulen für Lernhilfe
auf.
Unsere
Erfahrung hat uns im Laufe der Jahre dazu gebracht, in den
Fällen, in denen die Entscheidung zwischen der Schule für
Lernhilfe und der Schule für Praktisch Bildbare nicht sicher
ist, zu empfehlen, das Kind anfänglich in der Schule für
Praktisch Bildbare zu fördern, um es dann mit einer Grundlage an
basalen Fähigkeiten, die zum weiteren Lernen notwendig sind, in
die Schule für Lernhilfe wechseln zu lassen.
Mit
der neuen Klassenbildung in jedem Schuljahr verändern sich auch
die Klassen-Teams je nach Notwendigkeit, einzelne Kollegen
arbeiten aber über Jahre in den gleichen Stufen. Für die
Schüler ist dies sehr wichtig, da ihre Laufbahn
durch die Schule so überschaubar wird.
Alle Schüler der
Astrid-Lindgren-Schule durchlaufen während ihrer Schullaufbahn
alle Stufen, von der Grundstufe angefangen über die Mittel- und
Hauptstufen bis zur Werkstufe. Dieses Prinzip wurde aus der
Erkenntnis entwickelt, dass alle Kinder und Jungendliche
altersadäquate Erlebnisse für ihre Entwicklung brauchen. Diese
können nur in der Peergroup erfahren werden.
Nach der 9 jährigen
Schulpflicht schließt sich für die Schülerinnen und Schüler
ein 10. Pflichtschuljahr an, da sie weder einen Ausbildungsplatz
noch eine Anstellung auf dem regulären Arbeitsmarkt bekommen
können. Nach dem 10. Schuljahr kann die Schulpflicht auf Antrag
der Eltern vom Staatlichen Schuljahr zweimal um ein Jahr
verlängert werden. Danach können die Schülerinnen und Schüler
die Schulpflichtverlängerung zweimal für jeweils ein Jahr
selber beantragen. Diesen Anträgen ist statt zu geben.
Die Möglichkeit der
Schulpflichtverlängerungen wurden in der Regel von den Eltern
und den Schülerinnen und Schülern nach Beratung durch die
Lehrkräfte ausgeschöpft. Dies ist durch die Erfahrung
begründet, dass Jugendliche unserer Schule gerade in diesem
Lebensalter eine große Bereitschaft zur weiteren
Persönlichkeitsentwicklung zeigen.
Das Kollegium
unserer Schule umfasst zur Zeit einschließlich des Schulleiters
zwölf Sonderschullehrerinnen und -lehrer, eine Haupt-und
Realschullehrerin, fünf Erzieher und Erzieherinnen und drei
Lehramtsreferendarinnen. Zur Unterstützung im Unterricht
arbeiten zwei Zivildienstleistende und zur Betreuung der
pflegebedürftigen Schüler sind vier Pflegekräfte eingestellt
worden.
Die Anzahl der
Mitarbeiter ist so groß, weil einige nur mit Teilzeitverträgen
arbeiten und in der Ganztags-Schule vierzig
Schüler-Unterrichtsstunden abgedeckt werden müssen.
Im Ganzen sind somit
11,4 Lehrerstellen, 3,6 Erzieherstellen, zwei Zivildienstplätze,
drei Stellen von Pflegekräften und eine Stelle einer
Integrationshelferin vorhanden.
Die veränderte
Schülerschaft seit Gründung der Schulen für Praktisch Bildbare
hat auch in unserer Schule dazu geführt, dass die Notwendigkeit
der pädagogischen Doppelbesetzung mit einer Sonderschullehrkraft
und einer/m ErzieherIn immer deutlicher wurde.
Der Bildungsanspruch
von mehrfachbehinderten auch körperbehinderten -
Schülern macht erheblich mehr Differenzierung,
Individualisierung und Einzelzuwendung notwendig.
Unterricht muss mehr
und mehr auch basale Lernförderung zum Ziel haben. Dazu gehören
auch Pflege-, Versorgungs- und Betreuungssituationen als
Unterricht.
Auf Grund der
personellen Notsituation wurden auch an der
Astrid-Lindgren-Schule zwei Zivildienstplätze geschaffen. Es
zeichnet sich ab, dass in absehbarer Zeit die Stellen für
Zivildienstleistenden nur noch teilweise besetzt werden können.
Des weiteren bedeutet die Verkürzung der Zivildienstzeit auf 9
Monate, dass diese nicht mehr ein ganzes Schuljahr zur Verfügung
stehen. Das Provisorium Zivildienstplätze muss durch eine sach-
und auftragsangemessene personelle Zuweisung an die Sonderschulen
abgelöst werden.
Viele
Kollegen fänden eine jährliche und im Haus statt findende
Fortbildung zu aktuellen und schülerrelevanten Themen
wünschenswert.
Als Ergebnis des
Fragebogens wurden Probleme innerhalb des Kollegiums und der
Schulleitung deutlich, besonders die Kommunikation und
Zusammenarbeit betreffend.
Aus diesem Grund
wurde ein Schulleitungsteam gegründet, um den Informationsfluss
zwischen Schulleitung und Kollegium zu verbessern und gemeinsam
anstehende Probleme zu besprechen.
Auf einem ersten
Pädagogischen Tag tauschte das Kollegium an einem konkreten
Beispiel pädagogische Ideen und Leitziele aus.
Ein
weiterer Pädagogischer Tag soll die Kommunikation innerhalb des
Kollegiums zum Thema haben. Dieser soll noch im Schuljahr
2003/2004 statt finden.
Einige Kollegen haben eine Supervision vorgeschlagen, hierüber herrscht jedoch noch keine Einigkeit.
Aus
dem Kollegium kam zudem der Vorschlag, diesen Punkt des
Fragebogens erneut zu beantworten, um aufgrund aktueller Aussagen
diese Fragestellung zu bearbeiten.
Die Eltern sind die
maßgebliche Institution für die Entwicklung ihrer Kinder. Die
Kenntnis des Umfeldes hilft, die Schüler besser zu verstehen;
ein guter Kontakt zu den Eltern ist für eine optimale Förderung
unerlässlich.
Von vielen Kollegen
wird eine stärkere Teilnahme der Eltern am Schulleben und eine
stärkere Einbindung in schulische Entscheidungen gewünscht.
Elternarbeit findet
in den einzelnen Stufen in unterschiedlichster Weise statt: Viele
SchülerInnen haben ein Mitteilungsheft, durch das auf schnellem
Wege Informationen zwischen Elternhaus und Schule ausgetauscht
werden können, zwischen einigen Eltern und Lehrern herrscht
regelmäßiger telefonischer Kontakt. Des weiteren unternehmen
viele Lehrer Hausbesuche, um das räumliche und soziale Umfeld
ihrer Schüler besser kennen zu lernen.
In
Einzelfallgesprächen können Lehrer und Eltern gemeinsam
anfallende Probleme und pädagogische Maßnahmen für einzelne
Schüler besprechen, während es bei Elternabenden eher um
organisatorische Informationen und Absprachen geht. Auf
Schulfesten oder in kleinerem Rahmen statt findenden
Klassenfesten kommen sich Eltern, Lehrer und Schüler in
geselligem Rahmen näher.
Viele Kollegen wünschen sich einen besseren Informationsfluss zwischen Schule und Elternhaus; auf der anderen Seite wünschen sich auch gerade Eltern nichtsprechender Kinder regelmäßige Informationen über den Schultag.
Einige Kollegen äußerten den Wunsch, Gespräche und Absprachen mit Eltern in einem dafür anzulegenden Ordner / Karteikasten zu dokumentieren, da diese wichtig ist für die Arbeit in der nächsten Klasse und für neue Kollegen.
Aus dem von vielen
Eltern ausgefüllten Fragebogen gingen folgende Ergebnisse
hervor:
Die meisten Eltern
sind mit den Busfahrten zufrieden und empfinden die Unternehmen
und ihre Fahrer als zuverlässig. Hin und wieder gibt es im Bezug
auf die Abholzeiten Kommunikationsprobleme. Des weiteren
bemängeln Eltern, dass der Busfahrer nicht darauf achte, die
Kinder ordnungsgemäß an zu gurten.
Alle Eltern die den
Fragebogen beantworteten sind mit Mitteilungen von der Schule
zufrieden, fühlen sich durch diese ausführlich und umfangreich
informiert. Einige Eltern nichtsprechender Kinder wünschen sich
stichwortartige Rückmeldungen ein oder zweimal in der Woche.
Auch zu Praktikumszeiten möchten Eltern über die Transporte
informiert werden.
Mit dem
Betreuungsangebot sind die Eltern, die dieses in Anspruch nehmen,
überwiegend zufrieden. Bemängelt wurde, dass in den vergangenen
Sommerferien keine Betreuung stattfand.
Die Räumlichkeiten
und Ausstattung der Schule empfindet die überwiegende Anzahl von
Eltern als zufriedenstellend, manche Klassenräume seien zu
klein, die Klassen könnten wohnlicher eingerichtet sein.
Offenbar wenden sich
Eltern bei Problemen gern an die Schule, hierbei vor allem an
die/den jeweilige/n Klassenlehrer ihres Kindes, jedoch auch an
den Schulleiter. In fast allen Fällen konnten Probleme gemeinsam
gelöst werden.
Klassenfahrten sind
für viele Eltern oft die einzige Zeit, in der sie einmal etwas
ohne ihr behindertes Kind unternehmen können, daher empfinden
sie fast alle Eltern als sehr wichtig. Einigen wäre es lieber,
Klassenfahrten würden nur alle zwei Jahre statt finden, andere
befürworten dagegen halbjährliche Fahrten. Die Mehrheit stimmt
für eine Klassenfahrt pro Schuljahr.
Die meisten Eltern
werden durch ihr Kind oder die Klassenlehrerin/den Klassenlehrer
über die Unterrichtsinhalte informiert. Größtenteils herrscht
Zufriedenheit mit den Inhalten, manche bemängeln jedoch, dass zu
wenig Wert auf Lesen und Schreiben gelegt werde.
Mit den
Jahresberichten sind ausnahmslos alle Eltern sehr zufrieden, sie
werden als ausführlich und präzise beschrieben und bieten den
Eltern einen umfangreichen Überblick über den Ablauf des
Schuljahres.
Hausaufgaben
empfinden manche Eltern an einer Ganztagsschule als
überflüssig. Durch die sehr unterschiedlichen
Entwicklungsstufen der Kinder seien diese schwer durchführbar,
zudem sollten Kinder (und Eltern) auch ein Recht auf ausreichend
Freizeit haben.
Die überwiegende
Anzahl der Eltern sieht Hausaufgaben jedoch als einen wichtigen
Teil des Schullebens an. Wichtig ist allen, dass Eltern und
Schule gemeinsam versuchen, gesteckte Lernziele für das
jeweilige Kind zu erreichen.
Die alljährlich
statt findendenden Praktika in den Werkstufen werden
übereinstimmend als wichtige Probe für den
Ernstfall gewertet.
Die enge
Zusammenarbeit zwischen Therapeuten und Pädagogen, wie sie in
der Astrid-Lindgren-Schule praktiziert wird, kommt den Wünschen
der meisten Eltern entgegen.
Einige Eltern nehmen
gern Hilfe durch die Schule bei Arztbesuchen oder
Behördengängen in Anspruch, die meisten jedoch benötigen diese
offenbar nicht.
Als weitere
Möglichkeiten der Hilfestellung durch Mitarbeiter der Schule
wurden Berufsberatung und die Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt
genannt.
Die
Schülervertretung besteht seit 3 Schuljahren. Sie setzt sich aus
den gewählten Klassensprechern/innen der Mittel- bis Werkstufen
und dem Schulsprecher/ der Schulsprecherin zusammen.
Zentrale Themen
waren bislang:
-
Eine kontinuierliche Beurteilung der Mittagsverpflegung zu
initiieren. Das Ergebnis wurde mit dem Koch der Lieferfirma
besprochen.
-
Bei der Gestaltung der Schulfeiern haben die Schülerinnen und
Schüler Einfluss auf Themen und die Gestaltung genommen und ihre
Wünsche eingebracht.
-
Für die Arbeit am Schulprogramm hat die SV eine Liste mit
Veränderungsvorschlagen und Ideen zur Schulhof- sowie der
Pausengestaltung erstellt.
-
Es fand eine Kontaktaufnahme zu anderen Schulen statt. Mit der
Landgräfin Elisabeth Schule wurde ein Treffen der
Schülervertretungen arrangiert. Dabei zeigte sich jedoch, dass
beide Schülervertretungen an sehr unterschiedlichen Themen
arbeiten. Daher ist in diesem Schuljahr der Besuch anderer
Schulen für Praktisch Bildbare beabsichtigt.
Nachdem
die SV als feste Einrichtung an der Astrid Lindgren Schule
etabliert ist, sollte nun versucht werden, deren Bedeutung zu
verstärken und die Bedingungen für die SV- Arbeit zu
verbessern.
Diese
wären :
-
Einen festen SV Termin im Rahmen des Stundenplans schaffen.
-
Rückmeldung aus der SV in den Klassen etablieren.
-
Mehr Fragen/ Themen aus den Klassen in die SV bringen.
-
Die SV sollte sich noch mehr als Stellvertreter der
Klassen verstehen.
-
Einen SV Raum.
-
Intensivere Kontakte zu anderen Schulen.
Unter basaler
Förderung verstehen wir jede Förderung, die ihren Ausgangspunkt
in den grundlegenden Voraussetzungen für jedes Lernen und jedes
Bildungsangebot hat. Unsere Schüler zeigen durch ihr Verhalten
und ihre Reaktionen in allen Lebens- und Lernbereichen einen
hohen Bedarf an basaler Förderung. Ihre Lern- und
Entwicklungsmöglichkeiten sind blockiert durch
-
unzureichende Integration der Basissinne (taktile, vestibuläre
und propriozeptive Wahrnehmung) sowie die Fernsinne (sehen,
hören, riechen)
-
persistierende Restreaktionen frühkindlicher Reflexe.
In den Grundstufen
unserer Schule liegt der Schwerpunkt der Unterrichtsangebote seit
Jahren im Bereich der basalen Förderung.
Unterrichtsinhalte
und didaktische Entscheidungen werden auf den individuellen
Förderbedarf der einzelnen Schüler ausgerichtet. Ziel war und
ist die Umsetzung der basalen Förderung im Unterricht und in
Einzelförderung nur soweit anzubieten, dass alle Schüler am
gemeinsamen Unterricht teilhaben können.
In diesem Prozess
wurden Kenntnisse und Verfahren aus therapeutischen Konzepten in
Unterricht umgesetzt. Diese sind:
-
sensorische Integration
-
neurophysiologische Reorganisation nach Padovan
-
homolaterales und kreuzlaterales Pattern nach Doman/Delacato
-
Krabbelprogramm zur Ausreifung des STNR
-
Neuro-entwicklungsphysiologischer Aufbau nach Pörnbacher mit
Beratung und Unterstützung von Frau Heyde (Logopädin)
-
Tiefenbindegewebsarbeit nach Ida Rolf
-
Babymassage nach Leboyer
-
Verfahren aus der EDU-Kinesiologie (Brain-Gym)
-
Sehförderung mit Unterstützung der Beratungslehrerin der Schule
für Blinde und Sehbehinderte in Friedberg.
Die Möglichkeit und
die Auswahl der Inhalte der basalen Förderung ist zwangsläufig
abhängig von Kenntnissen der einzelnen Lehrkräfte in den
Grundstufen. Der Erfolg basiert auf der Bereitschaft des gesamten
Grundstufen-Teams, die unterschiedlichen Verfahren kennen zu
lernen, sich anzueignen und in Unterricht umzusetzen.
Die Schüler der
Grundstufen haben in den vergangenen Jahren mit den o. g.
Verfahren ihre Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten erweitert und
es zeigt sich, dass ihr Bedarf an basaler Förderung nicht mit
der Grundstufenzeit beendet ist.
In den
weiterführenden Stufen findet basale Förderung sowohl für alle
Schüler gemeinsam statt, als auch in kleineren Gruppen
differenziert, für unsere Schüler mit schwereren Behinderungen
beispielsweise in der Zeit, in der ihre Klassenkameraden
Unterricht in den Kulturtechniken erhalten. Stark frequentiert
werden hier das Bällchenbad und das Luftkissen.
Der Dunkelraum
bietet den SchülerInnen eine Möglichkeit intensiven Wahrnehmens
und Entspannens. Eine Vibrationsliege macht den eigenen Körper
und seine Lage besonders intensiv erlebbar, verschiedene
Lichteffekte schaffen in dem an sich reizarmen Raum eine angenehm
entspannende Atmosphäre. Weiterhin kann er für Massagen und
Bewegungsübungen genutzt werden.
Wahrnehmung,
Wahrnehmungsverarbeitung und motorische Entwicklung sind die
Grund-lagen für alle weiteren Formen des Denkens, des Handelns,
der Persönlichkeitsentwicklung und des sozialen Verhaltens. Das
gute Zusammenspiel unserer Basis- und Fernsinne ermöglicht
komplexe Leistungen und die motorische Entwicklung des Menschen.
Die Förderung der Wahrnehmung ist daher bei unseren
Schüler/innen ein grundlegendes Ziel und durchdringt den
Unterricht in allen Bereichen.
Der Sachunterricht
ist in allen Stufen unserer Schule von zentraler Bedeutung, da
sich die Schüler im Unterricht mit ihrer eigenen Person, sowie
mit Ausschnitten ihrer sozialen, natürlichen und technischen
Umwelt auseinander setzen. Die Erschließung der
Lebenswirklichkeit mittels praktischen Tuns erweitert die
Erkenntnis- und Handlungsfähigkeit zur Bewältigung der eigenen
Lebenssituation. Gleichermaßen leistet der Sachunterricht über
Interessen- und Fähigkeitsförderung einen wichtigen Beitrag zur
Persönlichkeitsentwicklung. Der Unterricht knüpft an die
Interessen der Schüler an und erhält dadurch einen Bezug zu
ihrer Lebenswirklichkeit. Ein weiterer Anknüpfungspunkt ist der
Jahreslauf bzw. jahreszeitlich bedingte Feste. Inhalte werden
durch praktisches Handeln zugänglich gemacht, um ein
praxisorientiertes Lernen zu ermöglichen. Für viele unserer
Schüler fließen Elemente des Mathematik- und
Deutschunterrichtes mit ein.
Allgemeine Ziele des
Sachunterrichtes sind:
·
Vermittlung grundlegender Kenntnisse und Einsichten
(z.B. Tageslauf, Wochenlauf, Jahreslauf)
·
Förderung kommunikativer und sozialer Handlungsfähigkeit
·
Entwicklung verschiedener Fähigkeiten, Fertigkeiten und
Arbeitstechniken
(z.B. Schulgartenarbeit)
·
Wecken und Erhalten des natürlichen Neugierverhaltens und des
Zutrauens
in die eigenen Fähigkeiten
·
Sensibilisierung für die Umwelt (z.B. Jahreszeiten erleben,
Mülltrennung)
·
Einüben von Verhaltensweisen, die der Abwehr von Gefahren dienen
(z.B. Verkehrserziehung, Erste Hilfe)
·
Anbahnung von Verhaltensdispositionen, die auf eine gesunde
Lebensweise
ausgerichtet sind (z.B. Zahnpflege, Ernährung)
Der Kochunterricht
beinhaltet Lernaspekte der Selbstversorgung, der Kulturtechniken,
des Arbeitsverhaltens, der Hauswirtschaft, der Feinmotorik, der
Begriffsbildung, des sozialen Lernens usw. Als
projektorientierter, ganzheitlicher Unterricht wird er an unserer
Schule von fast allen Klassen einmal wöchentlich praktiziert.
Die Schüler verstehen die Notwendigkeit dieses Unterrichtsfaches
sofort: Wenn ich etwas essen will, muss ich mir etwas kochen.
Somit ist der Sinn dieser Lerntätigkeit für die Schüler
einsichtig und nachvollziehbar und für viele von ihnen der
Lieblingsunterricht.
Eine warme Mahlzeit
zuzubereiten um sie anschließend gemeinsam zu verspeisen ist ein
ganz wichtiges Element unserer Kultur (der Herd und der Tisch
sammeln die Menschen bringen sie zusammen). Dabei erfüllt
dieser Unterricht alle Punkte des integrativen
handlungsorientierten Lernens: Alle Schüler arbeiten gemeinsam
an einem Unterrichtsgegenstand und genießen zusammen
sinnlich-konkret ihr Arbeitsergebnis.
Dabei ist es
möglich die Planung (Rezepterarbeitung, Erstellung der
Arbeitsschritte), die tatsächliche Arbeit (Einkauf,
Kochtätigkeit) und das lohnende Ergebnis (genussreiches Essen in
geselliger Runde) in einem Zug zu erleben. Den Schülern wird
also der Grund ihrer Anstrengung, die Bedeutung ihres Handelns,
klar und durchschaubar.
Kochen kann an
unserer Schule ganz unterschiedliche Schwerpunkte haben:
-
Grundfertigkeiten des Kochens erlernen (Selbstversorgung)
-
Nahrungsmittel und ihre Bedeutung kennen lernen bzw. sinnlich
erfahren (Nahrungsmittelkunde, Begriffsbildung, Basale
Stimulation)
-
Einkaufsliste, Rezepte schreiben bzw. bildnerisch festhalten
(Kulturtechniken)
-
Gerichte fremder Länder kennen lernen (Sachunterricht)
-
Ursprung und Herstellung bereits verarbeiteter Lebensmittel
kennen lernen (Sachunterricht)
-
Eine Klasse kocht für die ganze Schule das Mittagessen (Kochen
als Arbeitseinsatz im Sinne einer Großküche)
-
Welches Essen ist gesund? (Ernährungslehre)
Selbstversorgung
ist ein selbstverständlicher Bestandteil des Unterrichts an
unserer Schule. Hier wird im täglichen Vollzug gelernt was
lebensnotwendig ist. Der Sinn dieser Unterrichtsinhalte ist klar
zu erkennen, er muss selten erklärt werden. Ziel ist dabei die
größtmögliche Selbstständigkeit unserer Schüler. Also: So
wenig Hilfe wie nötig, so viel Selbstständigkeit wie möglich.
Folgende
Lernbereiche werden erfasst:
1.
Sich An- und Ausziehen lernen, als notwendige Tätigkeit
beim Sport, Schwimmen,
Matschen usw., Toilettengang selbstständig bewältigen
2.
Sich-pflegen-lernen als tägliche Verrichtung (z.B.
Zähneputzen) und als positive
Hinwendung zum eigenen Körper im Rahmen einer Unterrichtseinheit zum Thema
Körperpflege
3.
Förderpflege setzt da ein wo Selbstversorgung nicht mehr
erlernt werden kann.
Förderpflege
ist an unserer Schule kein bloßes Versorgt-werden, kein
Abfüttern, sondern ist Zuwendung, Kommunikation und
Körperkontakt, ist also bestenfalls beziehungsstiftend.
4.
Selbstständig essen lernen
Essen
ist an unserer Schule Teil des Unterrichts und bietet viele
verschiedene Lernaspekte:
-
Essen ist basale Stimulation und beinhaltet eine Fülle
sensorischer Eindrücke
-
Essen erzeugt Lust und Freude, stillt Hunger und Durst, ist
appetitanregend und
motiviert daher zum eigenaktiven Handeln
-
Essen ist ein wichtiger Bestandteil unserer Kultur und bietet
Aspekte der kulturell
ästhetischen
Erziehung (Rituale einhalten, Feste feuern, gute Manieren lernen,
Tisch liebevoll decken)
-
Essen ist Zufuhr von Nahrung und ausreichend Flüssigkeit in
entsprechender Qualität
und dient der Erhaltung der Gesundheit
-
Essen fördert mund- und feinmotorische Fertigkeiten
-
Essen ist ein lustvolles Gemeinschaftserlebnis, das ein Lernfeld
für soziale
Fertigkeiten und Umgangsformen bietet
Der Musikunterricht
nimmt an der Astrid-Lindgren-Schule in allen Stufen breiten Raum
ein. Er hat einen festen Platz im Unterricht, kommt aber auch
spontan vor bei Feiern, Festen und Geburtstagen.
Bei den Themen der vielen Lieder spannt sich ein weiter Bogen, beginnend bei Liedern zum Schultagesbeginn und -abschluß, weiter über solche zu den Jahreszeiten, Bewegungsliedern und zu speziellen Unterrichtsthemen. Sie werden ergänzt durch Lieder zum Erlernen der Wochentage, Monate und zum Zählen lernen. Besonders beliebt ist bei den Schülern die Verbindung von Lied und Bewegung, bei der eine festgelegte Reihenfolge im Ablauf (Hände, Arme, Füße, Beine) eingehalten werden muß. Hier ist höchste Konzentration gefordert.
Eine weitere Gruppe
von Liedern stellen die Vertonungen von Rolf Zuckowski dar,
dessen ansprechende Texte besonders bei den älteren Schülern
Anklang finden.
Mit Hilfe der
Vielzahl von Liedern und Musikstücken wird versucht,
Differenzierungen nach laut und leise, aber auch nach schnell und
langsam anzubahnen. Erfahrungen mit der Vielseitigkeit von Musik
können hier besonders gut erworben werden. Ein Schulchor und
dessen Auftritte bei Feiern und Festlichkeiten ist fester
Bestandteil des musikalischen Schullebens. Sehr beliebt sind
neben dem gemeinsamen Gesang aber auch Soloauftritte der Schüler
mit play back.
Die Palette der im
Musikunterricht eingesetzten Instrumente ist sehr groß. Hierbei
wird auf die Gitarre, das EPiano und das Keyboard
zurückgegriffen, wobei sich gerade dieses besonders gut für
Improvisationen der Schüler eignet. Zu verschiedenen Anlässen
kommen auch selbst hergestellte Instrumente zum Einsatz, wie z.B.
Joghurtbecher, die mit unterschiedlichen Materialien gefüllt
werden und Konservendosen. Die Schule verfügt weiterhin über
diverse Schlagzeuge und Metallophone. Das Orff´sche
Instrumentarium wird durchgängig in allen Klassen verwendet.
Da der Kunstunterricht
die Kreativität einerseits und Wahrnehmung und manuelle
Fertigkeiten andererseits in hohem Maße fördert, wird er an
unserer Schule in jeder Stufe und jeder Klasse erteilt und ist
einer der zentralen Bestandteile aller Wochenpläne.
Bezugspunkte sind immer wieder die Jahreszeiten mit ihren entsprechenden Festen (Ostern, Halloween, Nikolaus, Weihnachten, Fasching etc.) sowie die Auseinandersetzung mit der eigenen Person und der Lebensumständen. Ältere Schüler werden auch immer wieder einmal mit den Werken einzelner Künstler bekanntgemacht (Hundertwasser, Miro, Haring, Rossi u.A.) und davon zu eigenem Tun angeregt.
Die Auswahl von
Materialien und die Vermittlung von Techniken ist bewußt auf
eine besonders breite Streuung angelegt. Es wird mit allen Arten
von Papieren, Pappen und Farben gearbeitet, vor allem mit Holz
und Ton (die ALS verfügt über einen eigenen Brennofen), aber
auch Naturmaterialien, Gips, Yton, Mosaik, Wolle, Stoff, Filz,
Garn etc. finden Verwendung. Bewußt nicht ausgespart werden auch
sogenannte Trend-Techniken wie Window-Color oder
Servietten-Technik.
Die Grenzen zwischen
Werken, Textiler Gestaltung, Basteln und dem eigentlichen
Kunstunterricht sind sicherlich fließend. Immer
jedoch geht es um folgende allgemeine Zielsetzungen:
- Ich-Stärkung
durch Stärkung des Vertrauens in die eigenen Fähigkeiten
- Wecken
bzw. Erhalten eines Neugierverhaltens
-
Erlernen diverser Arbeitstechniken je nach individueller
Fähigkeit
-
Erweiterung von grob- und insbesondere feinmotorischen
Fertigkeiten
-
Förderung kommunikativer und sozialer Kompetenzen
Insgesamt leistet
der Kunstunterricht über die Weiterbildung von Fertigkeiten und
die Anknüpfung an Schüler-Interessen einen wichtigen Beitrag
zur Persönlichkeitsentwicklung.
Daneben werden
Gemeinschaftsprojekte häufig gezielt zum Abbau von Spannungen
innerhalb einzelner Klassen und Schülergruppen eingesetzt.
Gemeinsames schöpferisches und praktisches Handeln wirkt positiv
unterstützend auf wichtige gruppenbildende Prozesse.
Der Werkunterricht
ist in fast allen Klassen fester Bestandteil des Stundenplans.
Während in den Grund- und Mittelstufen die Materialerfahrung und
der gestalterische Umgang mit Holz und anderen Materialien im
Vordergrund stehen, werden im Hauptstufen- und
Werkstufenunterricht zunehmend konstruktive Aufgaben gewählt.
Teilweise wird mit Bausätzen gearbeitet .
Der Schwerpunkt der
Unterrichtsinhalte liegt bei Holzarbeiten. Daneben wird mit Ton
gearbeitet (Aufbautechnik, Gießton). Weiterhin findet
Peddigrohr, Gips und Papier Verwendung.
Folgende
Bearbeitungsverfahren werden angewendet: Sägen (Handsäge,
Dekupiersäge), Feilen, Schleifen, Raspeln und Bohren. Als
Holzverbindungen werden Nageln, Schrauben, Leimen und
Dübelverbindungen eingesetzt.
Es stehen zwei
Werkräume zur Verfügung, die stark frequentiert werden. Außer
den verschiedenen Klassen nutzt die VHS einen Werkraum.
Zusätzlich arbeiten der Hausmeister und gelegentlich externe
Handwerker in beiden Werkräumen.
Die Ausstattung mit
Werkzeug ist im Laufe der Jahre deutlich schlechter geworden
(Abnutzung, Verlust). In diesem Schuljahr konnte Werkzeug für
die Hand des Schülers angeschafft werden (Schraubenzieher,
Hammer, Zangen, Sägen, Gliedermaßstäbe und Schraubzwingen).
Der Unterricht wird nun seltener durch fehlendes Werkzeug
erschwert. Nach der Renovierung der Werkbänke durch den ZDL sind
diese wieder benutzbar.
Den einzelnen
Klassen wurden Regale im Werkraum zugewiesen, so dass unfertige
Werkstücke dort gelagert werden können.
Für
die Zukunft wäre die Anschaffung von 1- 2 unterfahrbarer,
höhenverstellbarer Werkbänke wünschenswert. Daneben müssen
noch weitere Kleinwerkzeuge angeschafft werden.
In allen Klassen
findet Sportunterricht statt, der zeitlich auf ca.
2 Unterrichtsstunden pro Woche begrenzt ist. In dieser Zeit geht
es also verstärkt um Bewegung, die von den Schülern und
Schülerinnen sehr unterschiedlich wahr- und aufgenommen wird.
Zum Inhalt gehören:
- Spiele und gymnastische Übungen, die jederzeit mit verschiedenen Bällen, Springseilen,
Bändern usw. Erweitert und ausgebaut werden können
-
Unterschiedliche Wahrnehmungs- und Gleichgewichtsübungen, die
für die eigene tägliche
Lebensbewältigung wichtig sein können
-
Für unsere schwer behinderten SchülerInnen bietet der
Sportunterricht vielfältige
Möglichkeiten der Lagerung sowie Wippen, Wiegen, Schaukeln usw.
an.
-
Einbezug moderner Freizeitsportarten wie z.B. Joggen oder
Inline-Skaten.
Ganz wichtig sind
auch Mannschaftsspiele mit einem vereinfachten Regelwerk. Hier
kommt es darauf an, neben der sportlichen Bewegung vor allem das
Miteinander und faire Zusammenspiel der SchülerInnen innerhalb
der Mannschaft zu fördern.
Nach wie vor wichtig
ist für unsere SchülerInnen, dass sie sich möglichst
selbstständig umziehen und dabei nur so viel Hilfe wie nötig
von anderen in Anspruch nehmen.
Der Schwimmunterricht findet klassenübergreifend an zwei Terminen statt. Der größte Teil der Schülerinnen und Schüler besucht mittwochs das Hallenbad in Stadtallendorf, die Schulanfänger und Kinder mit spastischen Lähmungen, die besonders warmes Wasser benötigen, fahren montags ins Therapiebad nach Treysa.
Im Hallenbad in
Stadtallendorf findet der Unterricht im Lehrschwimmbecken, in
einer abgeteilten Bahn des Schwimmerbeckens und im Sprungbecken
statt. Die Lerngruppen werden je nach Leistungsstand und
Interessen gebildet, der Unterricht umfasst von der
Wassergewöhnung über Vorübungen zum Schwimmen das Erlernen von
Schwimmtechniken und das Absolvieren von Schwimmscheinen.
Wesentlich ist dabei nicht unbedingt die korrekte
Ausführung der Schwimmbewegungen sondern die Fähigkeit, sich
ohne übermäßige Anstrengung und Angst im Wasser zu bewegen. Da
der Unterricht während des öffentlichen Badebetriebs
stattfindet, wird das ordnungsgemäße Verhalten fast automatisch
gelernt, wichtige Baderegeln sind Teil des Unterrichts.
Umkleiden, Duschen, etc. sind wichtige Tätigkeiten und sollen
vermehrt selbständig bewältigt werden.
Zur Zeit wird
überlegt, ob der gemeinsame Schwimmunterricht in dieser Form
fortgesetzt werden kann, da für die große Anzahl der Schüler
das Lehrschwimmbecken zu eng geworden ist.
Durch die Nutzung
des Therapiebades können alle Schülerinnen und Schüler am
Bewegungsangebot im Wasser teilnehmen, das Becken steht der
Gruppe ganz zur Verfügung, Es ist überschaubar und bietet eine
ruhige Atmosphäre, auch ängstliche Kinder können schnell
Fortschritte machen. Wichtig ist die hohe Wassertemperatur, so
dass mit Kindern mit spastischen Lähmungen Lockerungsübungen
durchgeführt werden können, der Verkürzung von Sehnen und
Muskeln kann entgegengewirkt werden, Beweglichkeit kann wieder
erlangt oder zumindest erhalten werden.
Lesen, Schreiben und
Rechnen werden an unserer Schule nicht ausschließlich isoliert
unterrichtet, sondern werden in alle Lebens- und
Unterrichtsbereiche integriert. So werden beispielsweise im
Kochunterricht Bildrezepte erlesen, Zutaten abgemessen oder
gewogen, Mengen bestimmt.
Durch gemeinsames
Besprechen der benötigten Lebensmittel und dem Schreiben von
Einkaufszetteln wird neben den Kulturtechniken die
Planungsfähigkeit trainiert.
Mathematische
Lerninhalte finden sich in den unterschiedlichsten Bereichen
wieder, wie z.B. bei Gesellschaftsspielen (Domino, Würfelspiele,
Kartenspiele), Zahlen erkennen (Hausnummern, Telefonieren), Datum
erkennen, Umgang mit Längenmaßen (Körpergröße, Werkstücke
abmessen, Entfernungen abschätzen).
Beim Einkaufen wird
der Umgang mit Geld eingeübt und in realen Lebenssituationen
umgesetzt. Auch im Sachunterricht werden fächerübergreifend
Kulturtechniken einbezogen.
6.7.1
Mathematik
Folgendes Zitat aus Inge Flehmig Sensorische Integration (U.Kiesling/J.Klein, Hrsg.) soll verdeutlichen, welche Voraussetzungen unsere Schüler erwerben müssen, um erfolgreich am Mathematikunterricht teilnehmen zu können: Rechnen verlangt vielfältige sensomotorische und sprachliche Fähigkeiten, hinter jeder Rechenaufgabe steckt eine Handlung, also Bewegung. Das schlichte Zählen von Besteckteilen oder Stühlen fordert hoch koordinierte motorische Fähigkeiten (Auge-Hand-Koordination), die Sprachkompetenz der Zahlwörter, das Erkennen der Ein-heit, und wieder: rhythmische Abstimmung von Zähl- und Sprechbewegung. Rechnen ist Sprachhandeln. ( ) Um Rechnen zu lernen, benötigen wir Erfahrungen mit Zeit und Raum. Wir müssen das Konkrete durch qualitativ vielfältige Bewegungen mit unserem Körper er-fasst haben, um mit Zahlen in der Abstraktion zu arbeiten.
Es reicht in unserer
Schule nicht einen Rechenkurs mit vielfältigem Material zum
Zuordnen, Sortieren, Bilden von Mengen etc. anzubieten, da die
meisten Schüler nicht die Voraussetzungen mitbringen, um mehr
als ein antrainiertes bruchstückhaftes Teilwissen zu erwerben,
soviel eben wie ihre Gedächtnisleistung zulässt.
Vor der Invarianz
der Menge steht für viele unserer Schüler noch die
Objekt-Invarianz Ein Ball, der in eine Tonne geworfen
wird, ist nicht mehr zu sehen, aber mit Sicherheit noch da und
kann wieder zurückgeholt werden! Das was kleine Kinder scheinbar
sinnlos vielfach wiederholen um dann im Schulalter fit zu sein
für den Erwerb des Zahlbegriffs, müssen unsere Schüler in
anderer Form und angepasst an ihr Alter ebenfalls erfahren und
verinnerlichen. Dazu bieten wir vielfältige konkrete
Erfahrungsmöglichkeiten, das ist der Schwerpunkt im
Anfangsunterricht und für viele bleiben das konkrete Handeln und
der Umgang mit Material (auch mit Geld) der wesentliche Inhalt
des Mathematikunterrichts.
Aus den Vergleichen von mehr und weniger, größer und kleiner wie sie im Alltag, im Sachunterricht, beim Essen und Spielen vorkommen entwickelt sich bei einigen Kindern das Interesse am Zählen, an der Bedeutung von gleichviel. Die Schülerinnen und Schüler zeigen uns, wenn ein systematischer Kurs im Rechnen für sie dran ist.
Die Invarianz
(Konstanz einer Menge unabhängig von der Anordnung ihrer
Elemente) gilt als das vorrangige Lernziel unserer Schüler. Ist
das Verständnis hierfür und damit ein Mengenbegriff vorhanden,
ist das Ausführen elementarer Zahlenoperationen möglich.
Sind die
Voraussetzungen geschaffen, findet der Übergang zu Zahlen und
Zahloperationen statt. Schwerpunkte bilden hierbei die
Klassifikation, Seriation, Mengenanalyse, Mengen- und
Zahloperationen und das Positionssystem.
Neben
selbstgestalteten Arbeitsblättern kommen vielfältige
Materialien zum Einsatz wie beispielsweise 'Muggelsteine', das
LÜK-System, der Kutzer-Zug, Rechenketten, Bild- und Zahlenkarten
und Zahlen- bzw. Rechenspiele.
Im
Kollegium wird derzeit über die Einrichtung einer Arbeitsgruppe
Rechnen diskutiert, um Methoden und Materialien abzusprechen und
anzugleichen.
6.7.2
Deutsch
Im Sinne des
erweiterten Lesebegriffs fängt Lesen lernen an unserer Schule
bereits vor dem Kennen lernen und Benennen von Buchstaben an, da
auch die Informationsentnahme aus Situationen (z.B. Stühle im
Kreis Morgenkreis) oder die Zuordnung von Bildern zu
Realgegenständen (z.B. beim Kochen mit Bildrezept) bereits
Lesen ist.
Ausgehend von
Alltagsgegenständen und immer verbunden mit konkretem Handeln
findet eine allmähliche Hinführung zu Buchstaben und deren
Lauten statt. Als Grundlage dienen mehrere Leselehrgänge, die
durch umfangreiches selbstgefertigtes Material ergänzt werden.
Dadurch, dass die
Anlautkarten in vielen Klassen stets präsent sind, wird es den
Schülern ermöglicht, auch außerhalb des eigentlichen
Leseunterrichts Buchstaben und Wörter zu lautieren oder
schreiben.
Zur Unterstützung
des Leselernprozesses werden in vielen Stufen die Marburger
Handzeichen eingesetzt, die den Schülern das Lautieren und die
Synthese erleichtern.
Um jedem Schüler
einen eigenen Zugang zu Schriftsprache zu ermöglichen, stehen
den Schülern in jeder Klasse Bilderbücher und Zeitschriften zur
Verfügung. Das Erkennen des eigenen Namens als Ganzwort wird
durch Namensschilder an den Fächern gefördert.
Analog zum
erweiterten Lesebegriff versteht man auch unter Schreiben mehr
als lediglich das Schreiben von Buchstaben und Wörtern.
Schreiben meint ebenfalls das Malen, Kritzeln, Spuren
hinterlassen und Inhalte ausdrücken. Vor diesem Hintergrund muss
allen Schülern die Möglichkeit gegeben werden, Schreiben als
Kommunikationsform, als Methode zur Übermittlung von Nachrichten
oder als Ausdruck kreativer Prozesse kennen zu lernen.
Der Einsatz des
Computers gibt allen Schülern, aber auch gerade Schülern mit
motorischen Einschränkungen, die Möglichkeit, sich
schriftsprachlich auszudrücken.
Schüler, denen
handschriftliches Schreiben möglich ist, nehmen an einem
klassischen Schreiblehrgang teil.
Je nach erreichtem
Entwicklungsstand wird das Schreiben mit Druckbuchstaben (nur
Großschreibung oder Groß- und Kleinschreibung) vermittelt. Ein
geringerer Teil der Schüler lernt auch die Schreibschrift
kennen.
Auch
in diesem Bereich ist eine Arbeitsgruppe in Planung.
Für alle
Schülerinnen und Schüler, die das Alter von 16 Jahren erreicht
haben, organisieren die Lehrer der Werkstufen in jedem Schuljahr
ein dreiwöchiges Betriebspraktikum.
Der Sinn und Zweck
dieser dreiwöchigen Betriebspraktika besteht darin, unseren
Schülerinnen und Schülern Einblicke in die Arbeitswelt zu
vermitteln und ihnen eine Lebens- und Berufsperspektive für die
Zeit nach der Schule zu eröffnen. Gleichzeitig können sie ihre
in der Schule erworbenen praktischen Fähigkeiten bei ihrem
Einsatz in den verschiedenen Arbeitsbereichen erproben und
anwenden.
Die Praktika finden
abwechselnd in den Hephata-Werkstätten Treysa und in den
Lahnwerkstätten der Lebenshilfe Marburg-Wehrda statt und werden
durch die Werkstufenlehrer der Astrid-Lindgren-Schule während
der gesamten Dauer betreut. In beiden Werkstätten gibt es sehr
unterschiedliche Arbeitsplätze in den Bereichen Hauswirtschaft,
Büroarbeit, Montage, Gärtnerei/Gartenbau, Schreinerei,
Metallverarbeitung, Elektromontage, Besenbinderei und
Flechtwerkstatt.
Aus diesen Bereichen
können sich unsere Praktikanten jeweils einen
entsprechend ihren Wünschen und Fähigkeiten auswählen
und diesem ihr dreiwöchiges Praktikum absolvieren. Für
Schülerinnen und Schüler, die an Arbeitsprozessen nicht
teilnehmen können, bieten die Werkstätten Betreuung in ihren
Tagesförderstätten an.
Neben diesen
Praktika innerhalb der Werkstätten für Behinderte hat sich die
Schule bemüht, für Schülerinnen und Schüler, die von
ihren Fähigkeiten und ihrer Persönlichkeit selbstständig genug
sind, auch Praktika in Betrieben und Einrichtungen, wie z.B.
Altenheimen und Großküchen zu organisieren. Dies kann leider
auf Grund der Arbeitplatzsituation immer weniger umgesetzt
werden.
Alle vierzehn Tage
findet Dienstag nachmittags für die älteren Mädchen ein
Selbst-behauptungstraining statt, welches von zwei Erzieherinnen
der AG Freizeit, Marburg, durchgeführt wird. Hier finden
verschiedene angeleitete Spiele zur Ich-Stärkung statt.
Hier trainieren die
Mädchen spielerisch, ihre Meinungen und Gefühle entsprechend
ihren Möglichkeiten auszudrücken, sich gegenüber anderen
abzugrenzen und Konflikte gewaltfrei zu lösen.
Die Abstimmung der
Überprüfungsaufträge wird zur Zeit in Zusammenarbeit mit dem
Beratungs- und Förderzentrum an der Landgräfin-Elisabeth-Schule
entwickelt. In Fällen, in denen der sonderpädagogische
Förderbedarf offensichtlich ist, nutzen wir die rechtlichen
Vorgaben und führen kein umfangreiches Überprüfungsverfahren
durch.
Die
Astrid-Lindgren-Schule hat sich entschlossen, die
Überprüfungsverfahren von den Lehrkräften der Stufen
durchführen zu lassen, die die Schüler voraussichtlich besuchen
werden.
Zum Ende jedes
Schuljahrs erhalten die Schüler einen ausführlichen
Jahresbericht. Darin enthalten sind sowohl Informationen über
Unterrichtsinhalte und Arbeitsprojekte als auch über besondere
Fördermaßnahmen. Die Entwicklung der/s Schülerin/Schülers
wird hinsichtlich seiner motorischen, sprachlichen, sozialen,
praktischen, kognitiven und musischen Fähigkeiten beschrieben.
Die Teilnahme an besonderen schulischen Angeboten (z.B. Kurse,
Praktika, Klassenfahrten) wird festgehalten. Am Ende des
Jahresberichts stehen oft auch Überlegungen zu Förderangeboten
im kommenden Schuljahr. Dieser Jahresbericht wird mit dem Zeugnis
ausgegeben und dient der Information der Eltern. Das Zeugnis
weist auf die Inhalte der Jahresberichte hin, es enthält alle
formalen Angaben (z.B. Einstufung, Fehltage, Schulbesuchsjahr)
Da die
Jahresberichte sehr lang und komplex sind eignen sie sich nicht
dazu, sie den Schüler und Schülerinnen bei der Ausgabe
vorzulesen. In den Grund- und Mittelstufen sind deshalb
(nichtamtliche) Schülerzeugnisse entstanden. Diese Zeugnisse
enthalten mit kurzen Sätzen, die durch Symbole gekennzeichnet
sind Informationen über eine besondere Leistung, eine noch
störende Schwäche des Schülers und Wünsche für das neue
Schuljahr. Diese Zeugnisse nehmen die Schüler sehr
ernst und spätestens, wenn diese Schüler weitergehen, sollte
auch in den höheren Stufen ein Schülerzeugnis
ausgegeben werden.
Förderpläne
sind in allen Klassen für je einen Schüler geschrieben worden.
In einer der nächsten Konferenzen muss über die Form der
Förderpläne und die weitere Vorgehensweise gesprochen werden.
Therapie am
Lernort Schule ist seit ca. fünfzehn Jahren in der
Astrid-Lindgren-Schule fester Bestandteil. Die therapeutischen
Angebote sind Krankengymnastik und Logopädie.
Die Schule
hat einen Therapieraum für Krankengymnastik, der nach den
Richtlinien der Krankenkassen eingerichtet ist. Frau Sältzer,
Krankengymnastin, arbeitet seit zwölf Jahren kontinuierlich mit
den Schülern unserer Schule. Sie hat sich den Bedürfnissen der
Schüler entsprechend vielfältig fortgebildet. Bezüglich des
Angebotes an Logopädie gab es immer wieder personelle
Veränderungen und lange Phasen ohne therapeutische Angebote.
Seit ca. drei Jahren therapiert Frau Heyde, niedergelassene
Logopädin, an einem Schultag pro Woche im Schnitt sieben
Schüler. Der Bedarf an Physiotherapie ist weitgehend gedeckt,
während das Angebot an Logopädie bei weitem nicht den Bedarf
deckt. Die logopädische Behandlung findet in einem kleinen
Klassenraum, der zu anderen Zeiten als Differenzierungsraum
genutzt wird, statt.
Therapie in
der Schule war in den Jahren 2000/2001 und 2002 durch
Veränderung der gesetzlichen Bestimmungen der Krankenkassen sehr
gefährdet. In zähen Verhandlungen mit den Krankenkassen,
Sozialministerium, Kultusministerium, den Verbänden der Liga der
Wohlfahrtspflege und dem Landkreis Marburg-Biedenkopf konnte die
Astrid-Lindgren-Schule, als zunächst einzige Schule im
Landkreis, die Therapien in Schule für sich sichern.
Die folgenden
inhaltlichen Begründungszusammenhänge sind von allen
Entscheidungsträgern anerkannt und damit Voraussetzung für die
Fortführung der Arbeit:
Die
kontinuierliche therapeutische Arbeit im Lernort Schule hat im
Laufe der Jahre viele Möglichkeiten der intensiven
Zusammenarbeit bei der Förderung der Lern- und
Entwicklungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler durch die
Verzahnung von Unterricht und Therapie eröffnet.
Die
Verzahnung von Unterricht und Therapie ist somit ein
wichtiger Grundpfeiler für ganzheitliche Lern- und Lehrziele,
Didaktik und Unterrichtsmethoden geworden.
Nach
unseren langjährigen Erfahrungen und intensiven Bemühungen, die
interdisziplinäre Arbeit konkret umzusetzen, ist die Verzahnung
von Unterricht und Therapie eine unabdingbare Voraussetzung für
die ganzheitliche Förderung unserer Schülerinnen und Schüler.
Sie ermöglicht eine intensive, direkte und unmittelbare
Zusammenarbeit von Kindern und Jugendlichen, deren Eltern,
Lehrkräften, Therapeuten und behandelnden Ärzten. D.h. Alle
wichtigen therapeutischen Ziele können in den Schulalltag von
8.00 bis 15.00 Uhr integriert werden. Die Schülerinnen und
Schüler erfahren so den Sinn und Nutzen der therapeutischen
Schritte direkt im Unterrichts- und Schulalltag.
Dabei ist
es einerseits die Aufgabe der Lehrerinnen und Lehrer,
Unterrichtsangebote zu planen und durchzuführen, die die in der
Therapie angebahnten Entwicklungsschritte umsetzen, üben und so
festigen, dass die Voraussetzungen für ein nächst höheres
Lern- und Entwicklungsniveau erreicht werden können.
Andererseits dienen Beobachtungen im Unterricht, in den Pausen,
bei den Mahlzeiten usw. als Grundlage für die therapeutischen
Behandlungen.
Der
Verlauf der Therapien gestaltet sich individuell und in konkreten
Alltagssituationen.
Darüber
hinaus ermöglicht diese Form der Zusammenarbeit eine umfassende
Basis für Elterngespräche, so dass die erarbeiteten
Lernschritte auch in das häusliche Umfeld übertragbar sind.
Ergänzt
werden diese Prozesse durch regelmäßige Gespräche mit
behandelnden Ärzten der Schülerinnen und Schüler.
Beobachtungen in Schule und Therapie können so in die
medizinische Diagnostik und Verordnung einfließen. Umgekehrt
finden Veränderungen der Wahrnehmung, Lernentwicklung und des
sozialen Verhaltens durch Medikation oder Operationen im
Unterricht und in der Therapie Berücksichtigung.
Ein für
Unterricht und Therapie wichtiger Nebeneffekt der
interdisziplinären Zusammenarbeit ist, dass die Kompetenz aller
durch die Diskussion unterschiedlicher Sichtweisen der einzelnen
Fachrichtungen ständig erweitert wird. Gemeinsame, auch
schulinterne, Fort- und Weiterbildungen von Lehrerinnen und
Lehrern, Erzieherinnen und Erziehern und Therapeutinnen und
Therapeuten belegen dies.
Es wird
deutlich, dass erfolgreiche Therapie im Alltag unserer
Schülerinnen und Schüler stattfinden muss. Therapie beeinflusst
das schulische Lernen in vielfältiger Weise, wenn Therapieziele
in Unterrichtsinhalte und Lernziele umgesetzt werden. Damit
bietet die interdisziplinäre Zusammenarbeit eine wichtige
Voraussetzung, die Schülerinnen und Schüler ihren individuellen
Lernvoraussetzungen entsprechend zu fördern.
Seit dem
1.1.2003 hat der Weiße Stein Marburg Frau Sältzer als
Physiotherapeutin zur Versorgung der Schüler der
Astrid-Lindgren-Schule eingestellt. Die Krankenkassen haben die
ALS als Therapieort anerkannt.
Frau Heyde
hat ebenfalls die Anerkennung und Kostenzusage für die
logopädische Behandlung von Schülern in der
Astrid-Lindgren-Schule.
Mit der seit
dem 1.1.04 bis mindestens 31.12.06 gültigen Vereinbarung
Allgemeiner Grundsätze zur medizinischen Versorgung von
Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem
Förderbedarf an hessischen Sonderschulen und im gemeinsamen
Unterricht wurde vom Hessischen Kultusministerium,
Hessischen Sozialministerium und den Verbänden der Krankenkassen
die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Pädagogen und Lehrern
anerkannt und finanziert.
Durch die zum
1.4.04 geplante Neufassung der Heilmittelrichtlinien sowie des
Heilmittelkatalogs ist die Arbeit der Therapeuten an Schulen
voraussichtlich erneut gefährdet und behindert.
Zur
endgültigen Absicherung von Therapien in Schulen ist somit noch
die Regelung der folgenden Punkte notwendig:
-
langfristiger Heilmittelbedarf ist bei unseren Schülerinnen und
Schülern die Regel und
keine Ausnahme. Die Reduzierung der Verordnungsmenge und die
vorgesehenen
Behandlungspausen bedeuten für alle Beteiligten einen erhöhten
Mehraufwand.
-
Umfassende und eindeutige Ausführungsbestimmungen für Ärzte in
Bezug auf
Verordnung von Therapien in Schulen
Eltern,
Schüler und Kollegen wurden mittels Fragebogen ebenfalls darum
gebeten, zu dem Thema Therapie an Schule Stellung zu
beziehen.
Vom Kollegium
wird diese als Ergebnis jahrelanger interdisziplinärer
Zusammenarbeit gesehen, die Therapeuten und Kollegen gemeinsam
und unabhängig voneinander in ihren jeweiligen Aufgabenbereichen
erarbeitet und entwickelt haben. Rigide Vorschriften der
Kostenträger sowie die unsichere Arbeitssituation der
Therapeutinnen haben die Zusammenarbeit mit Lehrkräften der
Schule stark eingeschränkt. Dies habe direkte negative Folgen
auf Lernerfolg, Entwicklungsmöglichkeiten und Therapieerfolg der
Schüler gehabt. Wünschenswert sei, dass alle Kollegen
Anregungen aus der Therapie in den Unterricht integrieren
würden.
Therapie sei
ein wichtiger und glücklicherweise wieder gesicherter
Bestandteil des Gesamtkonzeptes unserer Schule. Eine
Zusammenarbeit sei jedoch nur im Konsens zwischen Klasse und
Therapeutinnen möglich.
Hier gelte es
die Unterschiedlichkeit von Interessen und Ansichten zu
akzeptieren.
In dieser
Position wird eine stärkere Differenzierung zwischen Unterricht
und Therapie im Sinne von Therapeuten können nicht
unterrichten Lehrer nicht therapieren angestrebt.
Schule profitiere von Therapie, sei aber keine. Therapie sei ein
wichtiger Teil unserer Schule, der Auftrag unserer Schule gehe
weit über Therapie hinaus.
Die Eltern
unserer Schüler sind nach der Auswertung des Elternfragebogens
zufrieden mit den Therapieangeboten in der
Astrid-Lindgren-Schule. Eine enge Zusammenarbeit zwischen
Therapeuten und Pädagogen kommt den Wünschen der meisten Eltern
entgegen. Dies wurde durch das Engagement der Eltern,
insbesondere des Elternbeirates, im Bemühen um den Erhalt von
Therapien und der Weiterbeschäftigung beider Therapeutinnen sehr
deutlich.
Die Schüler
der Astrid-Lindgren-Schule nehmen die therapeutischen Angebote
ausgesprochen gerne wahr und haben zu beiden Therapeutinnen ein
von Vertrauen, Spaß und Freude geprägtes Verhältnis.
Die
Sichtweise beider Therapeutinnen stimmt grundsätzlich mit den in
der Bestandsaufnahme geschilderten Punkten überein. Beide waren
immer wieder in den Prozess der Argumentation um den Erhalt der
Therapien in der Schule einbezogen.
Frau Sältzer
hat mit dem neuen Anstellungsträger die Möglichkeit die über
Jahre entwickelte Zusammenarbeit zwischen Schule und Therapie
weiter zu verfolgen.
Beide
Therapeutinnen kennen unsere therapiebedürftigen Schüler und
deren Eltern seit vielen Jahren, z.T. bereits als Klein- und
Kindergartenkinder und werden diese z.T. auch bis zur Beendigung
der Schulzeit weiter begleiten. Beide haben neben ihrer
fachspezifischen Ausbildung vielfältige Fort- und
Weiterbildungen, die es ihnen ermöglicht, den Bedürfnissen
unserer Schüler ganzheitlich zu begegnen. Somit haben sie ein
auf die Lebens- und Entwicklungsgeschichte der Schüler bezogenes
reichhaltiges Wissen, das uns Lehrern, Erziehern und
Pflegekräften ein größeres Spektrum an Fördermöglichkeiten
bietet.
Beide Therapeutinnen betonen die für den Therapieerfolg unverzichtbar wichtige interdisziplinäre Zusammenarbeit aller betreuenden Bezugspersonen unserer Schüler. Sie erleben diese Zusammenarbeit mit dem Schulpersonal zum Teil als sehr gut, teilweise als Nebeneinanderarbeiten und teilweise als schwierig. Sie bedauern, dass angebahnte Therapieschritte häufig nicht ausreichend in den Schul- und Unterrichtsalltag aufgenommen und dort genützt würden. Aufgrund ihrer Arbeitsbedingungen und ihrer besonderen Stellung im Kollegium seien ihre Einflussmöglichkeiten an diesem Punkt äußerst eingeschränkt.
Ein weiterer
eher selbstkritisch zu wertender Punkt seien die Elternkontakte.
Im Gegensatz zur freien Praxis hätten die Therapeuten in der
Schule deutlich weniger Elternkontakte.
1.
Unbedingtes Weiterverfolgen des Bemühens um gesetzliche
Absicherung von Therapie in Schule.
Vorschlag zur
Realisierung:
Die
Gesamtkonferenz beauftragt zwei Kollegen,
die Kontakt-
und Koordinationspersonen für
-
Anstellungsträger,
-
Therapeutinnen,
-
Elternvertreter,
-
Schulleitung,
-
Ministerien, Verbänden der Krankenkassen, Sozialdezernat
sind,
regelmäßige Anfragen und Aktionen planen und nach
Konferenzbeschluss durchführen. Die Kontaktpersonen sollten den
oben genannten von der Schulleitung namentlich vorgestellt
werden.
Die
Zusammenarbeit mit anderen Schulen ist anzustreben.
2.
Die in Punkt 2 aufgeführten unterschiedlichen Positionen der
Kollegen sollten im Rahmen der Gesamtkonferenz nach und nach
reflektiert werden.
Konkreter
Vorschlag:
Zwei
Konferenzen pro Schuljahr mit dem Themenschwerpunkt
Therapie in Schule
3. Förderung
der interdisziplinären Zusammenarbeit von Therapeutinnen,
Lehrerinnen, Erziehern und Pflegekräften.
Konkrete
Umsetzungsvorschläge:
-
Teilnahme der Therapeutinnen an den Gesamtkonferenzen mit dem
Themenschwerpunkt
Therapie in Schule
-
Regelmäßige Abstimmung von Unterrichts- und Therapiezielen in
den Klassenteams ein
bis zweimal pro Schuljahr
-
Berücksichtigung von Therapiezielen in den Förderplänen
-
Die Gesamtkonferenz benennt eine Kontaktperson wie oben, die
Anliegen der
Therapeuten in die Gesamtkonferenz und umgekehrt einbringt.
-
Gemeinsame Teilnahme an Fortbildungen und Bericht darüber in der
Gesamtkonferenz.
-
Fortbildungs- und Beratungsangebote von den Therapeutinnen an
Kollegen.
Bezahlung ist zu klären.
Die
Effektivität der oben genannten Punkte sollte jährlich in einer
gemeinsamen Konferenz reflektiert und bei Bedarf geändert oder
fortgeschrieben werden.
Die Betrieb als Ganztagsschule macht es möglich, dass beide Elternteile einer Arbeit nachgehen können. Da der Unterricht am Freitag bereits um 11:20 Uhr endet, wurde auf Wunsch einzelner Familien ein Betreuungsangebot ins Leben gerufen.
Außerdem sind
insbesondere die Sommerferien für eine Reihe von Schülern viel
zu lang.
Im Elternbeirat und
im Förderkreis der Astrid-Lindgren-Schule wurden Möglichkeiten
erörtert, wie zusätzliche Betreuungszeiten nach dem Unterricht
oder auch in den Ferien organisiert werden können.
Es stellte sich
heraus, dass die Person, die als Betreuerin gewonnen werden
sollte, nicht von dem Förderkreis der Astrid-Lindgren-Schule mit
einem zweiten Arbeitsvertrag beschäftigt werden konnte.
Daher gründeten
Eltern und Lehrer einen weiteren eingetragenen Verein, den
Freundeskreis Betreuungszeiten für Schülerinnen und
Schüler der Astrid-Lindgren-Schule e.V., der die
betreffende Person als Honorarkraft beschäftigen kann.
Die Zeiten nach dem
Unterricht am Freitag (2 ½ Stunden) wird regelmäßig von 4 bis
5 Familien in Anspruch genommen.
Einzelne Familien
nehmen diese Zeiten ab und zu nach vorheriger Absprache in
Anspruch.
Bis zum Juni 2001 bot das Schulgelände den Kindern trotz großzügiger Freiflächen wenig Möglichkeiten, ihren Bedürfnissen in den Pausen, aber auch in der warmen Jahreszeit während des Unterrichts nachzukommen. Die wenigen Spielgeräte (Schaukel, Rutsche, Seilbahn) waren inzwischen witterungsbedingt gesperrt. Ausgehend von dieser unbefriedigenden Situation wurden Vorschläge von den pädagogischen Mitarbeitern zu einer sinnvollen Neugestaltung der Außenanlagen gesammelt, auf deren Grundlage die Firma ReDes ein Gesamtkonzept erstellte. Die gemeinsame Planung hatte die spezielle Ausrichtung unserer Schule für Geistigbehinderte zu berücksichtigen, um eine behinderungsgerechte Gestaltung zu ermöglichen. Sie hatte dabei im Einzelnen Besonderheiten im Auge zu behalten wie
- die unterschiedlichen Behinderungsgrade und -Erscheinungen
- die Breite der Erfahrungs- und Erlebnisansprüche
- die Rollstuhlfahrer
- das breite Altersspektrum von 6 bis 20 Jahren
Ein Schwerpunkt der Planung bei der Gestaltung der Anlagen bezog sich auf die spezifischen Bewegungsbedürfnisse- und Möglichkeiten unserer Schüler, von denen ein großer Teil die Benutzung von Kettcars und Fahrrädern bevorzugen.
Mit der Freigabe der ersten Gelder durch den Kreis im Jahr 2000 konnte im November desselben Jahres mit den Erdarbeiten begonnen werden. Im Juni des darauf folgenden Jahres wurden die ersten Spielgeräte zur Nutzung frei gegeben. Nach dem von der Firma ReDes erarbeiteten Plan handelt es sich um den ersten der drei vorgeschlagenen/vorgesehenen Spielplätze. Die gegenüber der ursprünglichen Planung etwas abgewandelte Gestaltung ist bereits abgeschlossen. Im Einzelnen handelt es sich um eine Spielanlage mit Möglichkeiten zum Klettern, Begehen einer Hängebrücke und Rutsche, um einen Mast mit Seilgitter zum Klettern, und um eine Doppelschaukel. Eine Feinkiesauflage sorgt für die Vermeidung von Verletzungsgefahren beim Sturz. Die Spielgeräte erfreuen sich insbesondere bei den jüngeren Kindern großer Beliebtheit und besitzen darüber hinaus wegen der spielerischen Förderung der Bewegungskoordination und Geschicklichkeit einen hohen therapeutischen Wert. Das ebenfalls fertiggestellte Fahrzeug- und Grätehaus entspricht mit seinen großzügigen Maßen seinem Zweck und ermöglicht somit eine übersichtliche Unterbringung der beliebten Fahrräder, Kettcars und Schlitten und trägt somit unter den inzwischen organisierten Kontrollbedingungen zur Entwicklung von Ordnungsnormen bei.
Das Fortschreiten der Bauarbeiten wurde vom Kollegium mit großem Interesse verfolgt. Über den jeweiligen Stand der Arbeiten wurden die Kollegen mit Informationen auf den Konferenzen auf dem laufenden gehalten und die einzelnen noch zu leistenden Phasen sind in den Konferenzen besprochen worden.
Als weitere von den
Schülern sehr geschätzte Maßnahme ist der neu angelegte
Fahrweg fertig gestellt worden. Der Rundweg bietet in seiner
Wegführung und Länge ausreichend Bewegungsmöglichkeiten und
Schwierigkeitsgrade, die dem Erlebnisbedarf der Schüler
zufrieden stellen dürfte. Allerdings wurde das Problem einer
Gefahrenquelle, das mit der Überschneidung von Fuß- und Radweg
entstand, bei der Planung nicht deutlich erkannt. Um das Risiko
einer Unfallsituation zwischen Fahrzeugbenutzern und Fußgängern
zu minimieren, wurde in Absprache zwischen den Kollegen die
Passage über den Radweg vor dem Ausgang zum Schulhof mit
Zebrastreifen versehen und die Einhaltung der Vorfahrtsregelung
konsequent kontrolliert. Die optimierte Führung des Radweges
wurde im Nachhinein so festgelegt und deutlich (mit
Blumenkübeln) begrenzt, dass sich alle
Verkehrsteilnehmer nur auf möglichst kurzer Strecke
(am Übergang) begegnen und der Pausenhof vom Radweg getrennt
bleibt.
Eine weitere zu
überdenkende Gefahrenquelle stellte die den Rundkurs
schließende Streckenführung vom Pausenhof zum
Verkehrsübungsplatz dar. Hier bilden Fuß- und Radweg eine
gemeinsame Streckenführung, die vor allem die Grundschüler auf
dem Weg zu den neu aufgestellten Spielgeräten (des Spielplatzes
3) gefährdeten. Deshalb wurde kurzfristig eine
Entschärfung der Situation herbei geführt, indem
für die Fußgänger ein zweiter Rasengitter-Weg parallel zum
bestehenden Fußweg, der jetzt als Radweg benutzt wird, angelegt
wurde.
Für die
Gewährleistung einer erhöhten Sicherheit aller Fahrzeugbenutzer
hat sich die vor kurzem eingeführte
Einbahnstraßenregelung erwiesen.
Obwohl der alte
Verkehrsübungshof im Rahmen der jüngsten Umbaumaßnahmen
zugunsten einer in den Sommermonaten zu nutzenden
Ballspielfläche (Bolzfläche) um die Hälfte verkleinert wurde,
ist die für den Fahrzeuglenker bestimmte Fläche immer noch
ausreichend dimensioniert. Die so freigewordene Ballspielfläche
und deren Feldmarkierung auf dem neu geschaffenen
Kunststoffuntergrund ist angesichts der Gruppenstärke und des
Bewegungsvermögens der Schüler zweckmäßig und dürfte vor
allem im Unterricht gern genutzt werden. Zur optimalen Nutzung
sollte er allerdings noch mit verstellbaren Basketballkörben und
Jugendfußballtoren ausgestattet werden.
Obwohl mit dem
Erstellen der oben beschriebenen Spielgeräte und Flächen den
Bedürfnissen der meisten Schüler bereits in erhöhtem Maße
entsprochen wird, ist die Umgestaltung der Außenanlagen noch
nicht abgeschlossen. Nach dem von der Firma ReDes vorgelegten
Plan sind insgesamt 3 Spielzonen und ein sogenannter
Erfahrungsbereich vorgesehen. Der modifizierte Spielplatz 3 ist
bereits fertig gestellt.
Im Bereich des
Spielplatzes 2 wurde bereits das Labyrinth (als Rückzugsbereich
und zur geistigen Förderung) angelegt, dessen Nutzung ergibt
sich jedoch erst mit dem Erreichen einer bestimmten Höhe der
gepflanzten Hecken.
Bereits fertig
gestellt und sehr intensiv genutzt ist die Schaukelkombination
auf dem Spielplatz 1. Alle bisher geschaffenen Einzelobjekte
zusammen stellen einen bedeutenden Gewinn für den Spiel- und
Nutzungswert des Schulhofes dar. Die Fortsetzung der Umgestaltung
des Geländes geriet seit einigen Monaten und voraussichtlich
noch für weitere Monate wirtschaftspolitisch bedingt ins
Stocken.
Vom Kollegium werden
die großen übersichtlichen Freiflächen sehr geschätzt und die
neuen Errungenschaften (Fahrradweg, Fahrzeug- und Gerätehaus,
die Spielgeräte und der umlaufende Radweg) durchaus positiv
bewertet.
Nach
dem Anlagengestaltungsplan sind im Sommer 2004 noch folgende
Leistungen zu erbringen:
Spielplatz
1 (neben dem Pavillon)
-
das Spiel- und Kletterhaus
-
ein geschwungener Erdwall zum Balancieren
-
ein erdeingelassenes Trampolin
Für
den gepflasterten Hof ist auch laut Plan ein für Rollstuhlfahrer
nutzbares, also behindertengerechtes Karussell vorgesehen. Ferner
wäre auch das Anlegen eines die Wahrnehmung, insbesondere den
Tastsinn fördernden Erfahrungsbereiches sehr sinnvoll und noch
zu realisieren.
Eine
Arbeitsgruppe Flurgestaltung wurde gegründet und
wird noch im Schuljahr 2003/2004 mit der Planung beginnen.
Im
Schuljahr 2004/2005 soll als Modellbeispiel für die Arbeit der
Schule ein Curriculum für das Thema Orientierung in Zeit
und Raum erstellt werden. Hierdurch wollen wir die
Zuordnung von Lerninhalten und -zielen zu Entwicklungsstufen der
Schüler erreichen.
Erarbeitete
Fähigkeiten und Inhalte sollen in den folgenden Schulstufen
weitergeführt, vertieft und erweitert werden.
Das
Kollegium hat sich vorgenommen, auch für andere
Unterrichtsinhalte anhand dieses Modells vorzugehen.
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